Die Busfahrt von Gouves nach Heraklion

  Fast jedes Mal, wenn wir auf Kreta sind, machen wir einen Ausflug nach Heraklion. Von Gouves aus sind es nur etwa 18  Kilometer – also perfekt für einen spontanen Tagesausflug. Schon der Weg dorthin gehört für uns fest zu unseren Urlaubserinnerungen.
Vom Hotel sind es nur etwa 300 Meter bis zur Bushaltestelle. Der Linienbus bringt uns direkt ins Stadtzentrum von Heraklion – einfach, bequem und günstig. Das Ticket kostet ungefähr 3,50 € pro Person. Wir lieben diese kleine Fahrt: das Rattern des Busses, der Blick auf das Meer, die vorbeiziehenden Olivenbäume – ein Stück echtes Kreta-Gefühl.

Spaziergang durch die Stadt

Unser erster Weg führt uns oft in die Dedalou-Straße – die lebendige Einkaufsmeile von Heraklion. Hier reihen sich kleine Läden, Boutiquen und Souvenirgeschäfte aneinander. Letztes Jahr habe ich dort ein kleines Olivenbäumchen gekauft, das ich bis heute zu Hause pflege – es wächst und erinnert mich jeden Tag an Kreta.

Auf dem Markt in der Altstadt…

…findet man alles – duftende Gewürze, lokal hergestellte Öle,
bunte Stoffe, frisches Obst und handgefertigte Souvenirs. Danach gönnen wir uns auf dem Marktplatz in einem der gemütlichen Restaurants einen leichten Imbiss und frische Cocktails – perfekt, um die lebhafte Atmosphäre aufzusaugen.

Der venezianische Hafen

Der venezianische Hafen mit seiner langen Promenade ist ein Ort, an dem die Zeitstillzustehen scheint. Wenn man am Anfang steht, wirkt der Weg gar nicht so weit – doch erzieht sich endlos bis zum Leuchtturm. Ich bin vielleicht 50 Meter gegangen, meine Töchter doppelt so weit – aber auch sie kamen bald zurück und meinten lachend: „Das ist wirklich ein weiter Weg!“

Ein Besuch in Knossos und eine kleine Anekdote

Natürlich darf auch Knossos nicht fehlen – die legendäre minoische Ausgrabungsstätte. Zwischen den alten Ruinen spazieren weiße Pfauen – ein magischer Anblick, fast wie aus einer anderen Zeit.
Beim ersten Besuch in Heraklion haben wir Knossos mit dem Hop-on Hop-off Bus besucht. Es war ein sehr heißer Tag, die Sonne brannte, und wir beschlossen, uns im kleinen Laden gegenüber Hüte zu kaufen. Der ältere Verkäufer war überglücklich, uns zu sehen, und holte sofort Plastikgläser hervor: „Ihr müsst meinen Raki probieren!“
Meine Töchter tranken aus Höflichkeit mit – und natürlich schenkte er immer wieder nach. Der Raki war warm, die Sonne heiß, und schon bald lachten wir alle. Als bei einem Hut meiner Tochter die Schleife riss, kehrten wir zurück – und der Verkäufer freute sich so sehr, dass er uns erneut Raki anbot. Am Ende hatten wir wohl vier Gläschen und gingen lachend weiter – direkt zum Eingang von Knossos.

Zum Schluss

Dieser Tag bleibt fest in unserer Erinnerung – wie eine zarte Melodie, die man nicht vergisst.